Aufbau Verlag

Aufbau Verlag

Gegründet: 16. August 1945 in Berlin von Kurt Wilhelm, Heinz Willmann, Klaus Gysi und Otto Schiele als Treuhänder im Auftrag des kurz vorher gegründeten Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands.

Programmschwerpunkt waren Exilliteratur und antifaschistische Literatur wie auch philosophische und literaturwissenschaftliche Veröffentlichungen. Der Aufbau Verlag war der größte belletristische Verlag der DDR, dessen Programmausrichtung bis 1990 von den politischen Forderungen der SED abhing.

Im September 1991 übernahm der Immobilien-Unternehmer Lunkewitz von der Treuhand die Geschäftsanteile des Aufbau Verlages und der Ruetten und Loenig GmbH. Erste Erfolge gelangen mit dem neu gegründeten Taschenbuchverlag (Die Päpstin) sowie den Tagebüchern von Victor Klemperer. 2008 entschied der BGH nach 13 Jahren Prozessführung in letzter Instanz, dass der Aufbau-Verlag immer noch dem Kulturbund gehört, er sich also nie in Volkseigentum befand und damit auch nicht im Eigentum der Treuhandanstalt. Der Verkauf war somit unrechtmäßig und Lunkewitz beendete seine finanzielle Unterstützung, sodass am 1. September 2008 das Insolvenzverfahren eröffnet wurde.

Im Oktober 2008 übernahm der Unternehmer Matthias Koch alle Rechte des Aufbau Verlages von Bernd Lunkewitz und dem Insolvenzverwalter, nimmt jedoch keinen Einfluss auf das operative Geschäft des Verlages.

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