The Surf House

Lucy Clarke
The Surf House
Aus dem Englischen von Urban Hofstetter
dtv 2025
414 Seiten
ISBN 978-3-423-26424-2
Ach je. War das schlecht. So schlecht, dass ich es nicht einmal geschafft habe, das Buch zu Ende zu lesen.
Ein Stereotyp reiht sich ans nächste: junge, schöne Menschen an einem Noch-nicht-ganz-Touri-Strand in Marokko, Surfen bei Sonnenuntergang, alte Freunde, die einander ausweichen, das mysteriöse Verschwinden einer jungen Frau, ein geheimnisvoller, gutaussehender Mann, ein schönes Ex-Model. Vielleicht nicht in genau dieser Reihenfolge – und vermutlich habe ich noch etwas vergessen. Es würde keinen Unterschied machen.
Die Sprache bleibt schlicht und bedient jedes erdenkliche Klischee:
„‚Bea …‘, sagt er, als hätte er großen Durst und ihr Name wäre Wasser. Sie beugt sich vor und küsst ihn. Auf ihren Lippen ist Salz, und ihre Münder sind heiß.“
Für 1 1/2 ⭐ von 5 ⭐ reicht es dennoch, denn die Auflösung hält immerhin eine Überraschung bereit. Mit sprachlicher Präzision und profilierteren Figuren hätte daraus durchaus ein solider Thriller werden können. So jedoch bleibt es bei etwas Atmosphäre und wenig Substanz.
Um Lucy Clarke werde ich künftig wohl einen Bogen machen, obwohl ich ihren Roman „One of the Girls“ wirklich gut fand. Trotzdem: Ich bin erst mal bedient 😉


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