Kategorie: Verlage

Ullstein Verlag

Ullstein Verlag

Gegründet: 1903 in Berlin von den Gebrüdern Ullstein.

Unter der Leitung von Emil Herz wurde Ullstein schnell zu einem der führenden Verlagshäuser Deutschlands. 1934 wurde das Unternehmen ‚arisiert‘ und die Familie Ullstein musste sich von ihrem Verlag trennen. Nur einer der fünf Brüder, Rudolf Ullstein, überlebte und kehrte nach Berlin zurück, wo er 1952 nach langwierigen Verhandlungen den Verlag zurückerhielt.

Nach einer schweren Finanzkrise in den Fünfzigerjahren erwarb Axel Springer nach und nach die Aktienmehrheit an der Ullstein AG und damit auch am Buchverlag, der mit deutscher und amerikanischer Literatur reüssierte. Kurz vor Springers Tod 1985 ging Ullstein mit der Verlagsgruppe Langen Müller Herbig eine Allianz ein, dessen Verleger Herbert Fleissner für beide Teile verantwortlich war und diese zunehmend rechtskonservativer ausrichtete.

1996 erfolgte die Trennung der beiden Verlage und der neue Verleger des Ullstein Verlages, Wolfram Göbel, richtete seinen Kurs liberaler und weltoffener auf. Seit 2003 gehört der Ullstein Verlag zum schwedischen Medienkonzern Bonnier.

https://www.ullstein-buchverlage.de

BELTZ & Gelberg

BELTZ & Gelberg

Gegründet 1971 von Hans-Joachim Gelberg.

BELTZ & Gelberg ist die Kinder- und Jugendbuchsparte des BELTZ-Verlages in Weinheim. Von Beginn an war es das Ziel, anspruchsvolle Literatur für Kinder und Jugendliche herauszubringen. Zudem legte man Wert auf einen niedrigen Preis und eine robuste Verarbeitung, sodass Kinder die Bücher ohne Reue schmutzig machen konnten.

Bis heute ist die orangene Farbe, die früher das Hauptmerkmal war, das Erkennungszeichen des Verlages.

https://www.beltz.de/kinder_jugendbuch.html

Pendragon Verlag

Pendragon Verlag

Gegründet: 1981 in Bielefeld von Günther Butkus.

Nachdem in ersten Jahren vorwiegend Prosa und Lyrik verlegt wurden, hat sich der Verlag seit 2002 mehr der deutschen und amerikanischen Kriminalliteratur gewidmet. Ihm ist es auch zu verdanken, dass der Autor James Lee Burke mit seiner Dave-Robicheaux-Reihe wieder auf dem deutschen Buchmarkt erhältlich ist.

http://www.pendragon.de

Rowohlt Verlag

Rowohlt Verlag

Gegründet: 1908 in Leipzig von Ernst Rowohlt

Rowohlts stiller Teilhaber war Kurt Wolff, der nach Auseinandersetzungen 1912 den Verlag übernahm. Am 1. Februar 1919, nach dem ersten Weltkrieg, startete Ernst Rowohlt einen neuen Versuch und gründete in Berlin erneut den Rowohlt Verlag. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurde das Unternehmen 1931 zu zwei Dritteln von Ullstein übernommen. 1938 erhielt Rowohlt ein Berufsverbot, da er jüdische Schriftsteller tarnen würde. Er flüchtete mit seiner Familie ein Jahr später nach Brasilien. 1943 erfolgte die endgültige Schließung des Verlages.

Am 9. November 1945 erhielt der älteste Sohn Ernst Rowohlts, Heinrich Maria Ledig, die Lizenz für einen Verlag, der in Stuttgart wiedereröffnet wurde. Ein Jahr später bekam sein Vater eine Verlagslizenz für Hamburg, worauf der Sitz des Unternehmens vollständig dorthin verlegt wurde. Nach dem Tod Ernst Rowohlts 1960 übernahm sein Sohn Heinrich Maria Ledig die Verlagsleitung, die er bis 1982 innehatte.

Seitdem gehört Rowohlt zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

https://www.rowohlt.de

Kiepenheuer & Witsch

Kiepenheuer & Witsch

Gegründet: 27. November 1948 in Köln als GmbH Co. KG von Gustav Kiepenheuer (40 %), Joseph C. Witsch (30%), Fritz Breuer, Adalbert Borgers und F. Peter Alexander (jeweils 10%).

Nach dem Tod von Joseph C. Witsch 1967 (Gustav Kiepenheuer starb bereits 1949) übernahm Reinhold Neven DuMont die Verlagsleitung. 1982 brachte der Verlag eine eigene Taschenbuchreihe auf den Markt, KiWi-Paperback, die bis heute existiert. Seit 2002 gehört Kiepenheuer & Witsch zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Schwerpunkt des Verlages sind kritische und populäre Sachbücher sowie literarische Werke von renommierten und jungen Schriftstellern.

https://www.kiwi-verlag.de

Piper Verlag

Piper Verlag

Gegründet: 19. Mai 1904 in München von Reinhard Piper.

Rund 30 Jahre lag der Schwerpunkt des Verlages bei der künstlerischen Avantgarde Deutschlands. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde überwiegend ‚Unterhaltungsliteratur‘ veröffentlicht, da die meisten der für den Verlag wichtigen Autoren zu den ‚entarteten‘ Künstlern zählten.

Nach dem Tod Reinhard Pipers übernahm sein Sohn Karl die Leitung, der die Linie des Verlages weiter verfolgte, anspruchsvolle Literatur zu veröffentlichen. 1995 übernahm die Bonnier-Gruppe Piper.

Aktuelle Reihen sind unter anderem die Gebrauchsanweisungen, Denkanstöße und die Piper Bücherei.

https://www.piper.de

Hörcompany

Hörcompany

Gegründet: Im Jahr 2000 von Angelika Schaack und Andrea Herzog.

Schwerpunkt des Hörcompany Verlages sind Kinder- und Jugendhörbücher. Als unabhängiger Verlag vertreibt er seine Hörbücher über die Verlagsgruppe Beltz. Mehrfach erhielten Werke der Hörcompany bereits Auszeichnungen.

https://www.hoercompany.de

Insel Verlag

Insel Verlag

Gegründet: 1. Oktober 1901 in Leipzig als GmbH unter der Leitung von Rudolf von Poellnitz.

Unter der Führung Anton Kippenbergs, der nach dem Tod von von Poellnitz 1905 die Verlagsleitung übernahm, entwickelte sich der Insel Verlag zu einem der führenden Literaturhäuser Deutschlands. 1912 wurde die Reihe Insel-Bücherei gegründet, die heute noch erscheint.

Im 2. Weltkrieg wurde das Verlagsgebäude in Leipzig vollständig zerstört. Kippenberger gründete nach Kriegsende eine Niederlassung in Wiesbaden, da sich die deutsche Teilung bereits abzeichnete. In der DDR wurden Gesellschaftsanteile teils verstaatlicht, teils unter treuhänderische Verwaltung gestellt. Erst 1960 wurde das westdeutsche Verlagshaus Hauptsitz des Unternehmens. 1977 schloss sich der ostdeutsche Teil mit den Leipziger Verlagen Gustav Kiepenheuer, der Dieterich’schen Verlagsbuchhandlung und dem Paul List Verlag zur Verlagsgruppe Kiepenheuer zusammen.

Nachdem der Hauptsitz in Westdeutschland lag, zog der Verlag im gleichen Jahr nach Frankfurt am Main. 1963 wurde er vom Suhrkamp Verlag übernommen, zu dem er noch heute gehört. Nach der Wiedervereinigung gab es eine Zusammenführung der beiden Verlagshäuser, wobei Leipzig als Niederlassung geführt wird. Seit 2010 hat der Verlag wie auch Suhrkamp seinen Hauptsitz in Berlin.

List Verlag

List Verlag

Gegründet: 1. April 1894 in Berlin von Paul List.

Bereits zwei Jahre nach der Gründung zog der Verlag nach Leipzig um. Paul List verlegte ursprünglich populäre theologische Literatur, Unterhaltungsromane und Sachbücher und gründete 1907 einen pädagogischen Verlag, der schnell zu den namhaften Schulbuchverlagen gehörte. 1919 trat der Sohn Paul Walter in den Verlag ein, der sich verstärkt um anspruchsvolle Literatur kümmerte. Nach Kriegsende gründete Paul Walter List den List Verlag erneut, dieses Mal in München. Verlegt wurden Schulbücher, Belletristik, Biographien, Tagebücher und Bildbände.
Der Leipziger Verlag wurde 1945 in treuhänderische Verwaltung übernommen.

Seit 2004 ist der List-Verlag ein Imprint der Ullstein-Buchverlage.

http://www.list-verlag.de

Diogenes

Diogenes Verlag

Gegründet: 1952 in Zürich, Schweiz, von Daniel Keel.

Nachdem der Verlag in den ersten Jahren ständig wuchs, konnte er 1966 nur durch Umwandlung in eine AG vor der Insolvenz bewahrt werden. Die Verlagsleitung liegt beim Sohn des Gründers, Philipp Keel.

Das Markenzeichen des Verlages ist das seit 1985 verwendete einheitliche Umschlag-Layout: ein dünner schwarzer Rahmen auf weißem Grund, der das Titelbild, den Buchtitel und Autor sowie den Verlagsnamen umfasst.

Schwerpunkt ist Belletristik, wobei nicht nur aktuelle, sondern auch Klassiker der Weltliteratur herausgegeben werden sowie Kinderbücher und Cartoonbände.

https://www.diogenes.ch/leser.html

S. Fischer Verlag

S. Fischer Verlag

Gegründet: 1. September 1886 in Berlin von Samuel Fischer

Dem Verleger lag es am Herzen, der breiten Leserschaft preisgünstige Ausgaben seiner Bücher anzubieten. So wurde 1901 die Taschenbuchreihe ‚Pantheon‚ ins Leben gerufen, die eine Sammlung klassischer Werke präsentierte. Nach dem Tod Samuel Fischer 1934 wurde sein Schwiegersohn Gottfried Bermann-Fischer Verlagsleiter.

1936 wurde die Verlegerfamilie durch die Nationalsozialisten aus Deutschland heraus gedrängt und Peter Suhrkamp übernahm die Verlagsleitung. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte Bermann-Fischer zurück und es erfolgte eine Quasi-Zweiteilung des Verlages, infolge derer Peter Suhrkamp den Suhrkamp Verlag gründete.

Gottfried Bermann-Fischer und seine Frau führten den Verlag bis 1963, danach ging das Geschäft an die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck über, die seitdem die Leitung innehat.

Durch diverse Übernahmen ist der Fischer Verlag heute eine Verlagsgruppe, unter deren Dach sich Fischer Taschenbuch, Krüger Verlag, Scherz Verlag und andere finden.

https://www.fischerverlage.de

DuMont Buchverlag

DuMont Buchverlag

Gegründet: 1956 von Ernst Brücher

Der DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG ist ein Publikumsverlag mit Sitz in Köln und gehört zur Mediengruppe M. DuMont Schauberg.

Zu Beginn handelte es sich um einen reinen Kunstbuch- und Kalenderverlag, dessen Schwerpunkt sich in den 70er Jahren auf Reiseführer verlegte. Seit 1998 werden auch literarische Titel verlegt. 2001 wurde der Verlag anhand seiner verschiedenen Schwerpunkte aufgeteilt: DuMont Literatur- und Kunstverlag, DuMont Reiseverlag und DuMont monte (Kalender).

Der DuMont Buchverlag umfasst heute die Programmbereiche Literatur, Kunst und Sachbuch.

https://www.dumont-buchverlag.de

Kremayr & Scheriau

Kremayr & Scheriau

Gegründet: 1951 von Rudolf Kremayr und Wilhelm Scheriau in Österreich.

Kremayr & Scheriau ist einer der führenden Verlage Österreichs und seit 2002 im Alleinbesitz des Gründersohnes Martin Scheriau. Neben literarischen Büchern sind Veröffentlichungen im Bereich Gesundheit und Ratgeber ein weiterer Schwerpunkt im Programm.

www.kremayr-scheriau.at

Klett-Cotta

Klett-Cotta

Gegründet: 1659 in Tübingen als Cotta’sche Verlagsbuchhandlung von Johann Georg Cotta.

Bis 1889 befand sich die Cotta’sche Verlagsbuchhandlung in Familienbesitz und daran anschließend bis 1956 im Besitz der Verlegerfamilie Kröner. Von diesem Zeitpunkt an bis zum Jahre 1977 war eine Gruppe von Stuttgarter Verlegern und Buchhändlern für den Verlag verantwortlich, bis der Ernst Klett Verlag die Cotta’sche Verlagsbuchhandlung erwarb und zur Ernst Klett-J.G. Cotta’sche Buchhandlung Nachf. GmbH, abgekürzt Klett-Cotta fusionierte.

Klett-Cotta übernahm den belletristisch-wissenschaftlichen Anteil des Ernst-Klett Verlages, der sich nunmehr ausschließlich als Schulbuchverlag verstand. Beide Verlagsteile gehören seit 1995 der Klett-Gruppe an.

Angeboten wird ein breit gefächertes Buch- und Zeitschriftenprogramm, das Literaturklassiker, Gegenwartsliteratur, Sachbücher sowie Genreliteratur wie Fantasy und Kriminalromane einschließt, u.a. unter den Marken Tropen und Hobbit Presse.

https://www.klett-cotta.de/home

Luchterhand Literaturverlag

Luchterhand Literaturverlag

Gegründet: 1924 in Berlin von Hermann Karl Wilhelm Luchterhand

Ursprünglich war es ein Fachverlag für Steuern und Recht, doch nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt sich nach dem Umzug nach Neuwied Alfred Andersch maßgeblich am Aufbau eines literarischen Programms. Mit Beginn der 70er Jahre wurde die Taschenbuchreihe ‚Sammlung Luchterhand‘ herausgegeben, in der Werke zu den Themen Literatur, Medientheorie, Politik und Sozialwissenschaft erschienen. Für den Luchterhand Literaturverlag wurde 1972 eine Niederlassung in Darmstadt geschaffen, der Fachverlag blieb in Neuwied. Ende der 80er Jahre übernahmen Elisabeth Raabe und Regina Vitali vom Arche Verlag den literarischen Teil des Luchterhand Verlages.

Nach mehreren Änderungen des Verlagssitzes und einem weiteren Verkauf erwarb 2001 die Verlagsgruppe Random House den Luchterhand Literaturverlag, der nun seinen Sitz in München hat.

https://www.randomhouse.de/Verlag/Luchterhand-Literaturverlag/24000.rhd

Klett Kinderbuch Verlag

Klett Kinderbuch Verlag

Gegründet: 2008 in Leipzig als Ableger der Stuttgarter Klett-Gruppe

Monika Osberghaus gründete im Auftrag der Stuttgarter Klett-Gruppe den Klett Kinderbuch Verlag, den sie im Jahre 2015 übernommen hat. Die Klett-Gruppe ist noch mit einem kleinen Anteil als Minderheitsgesellschafter beteiligt.

Pro Halbjahr entstehen sieben bis zehn neue Titel für Kinder zwischen 2 und 12 Jahren und Erwachsene.

www.klett-kinderbuch.de

dtv Verlagsgesellschaft

dtv Verlagsgesellschaft

Gegründet: 30. November 1960

Unter dem Namen Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG schlossen sich 1969 elf Verlage zusammen, um gemeinsam ihre eigenen Bücher als Taschenbücher zu verlegen. Gesellschafter waren die Verlage Artemis, Beck/Biederstein, Deutsche Verlags-Anstalt, Hanser, Hegner, Insel, Kiepenheuer & Witsch, Kösel, Nymphenburger, Piper und Walter. Im Laufe der Jahre gründeten viele der Verlage jedoch eigene Taschenbuchreihen, so dass sie als Gesellschafter ausschieden.

Heute hat dtv noch vier Gesellschafter: den Verlag C. H. Beck, München (21 % Gesellschafteranteil), die Ganske-Verlagsgruppe, Hamburg (40,5 %), den Carl Hanser Verlag, München (21 %) sowie die Oetinger Taschenbuch GmbH, Hamburg (16,3 %).
Mittlerweile umfasst das Verlagsprogramm auch Hardcover und ebooks, auch Kinder- und Jugendbücher sind gut vertreten.

bold – Seit dem Frühjahr 2019 ist bold ein neuer Imprint (eine Marke, die wie ein eigener Verlag behandelt wird) der dtv Verlagsgesellschaft. Laut Stefanie Broller vom dtv Verlag ist „der Name Programm. bold bedeutet typografisch »fett« und wird genutzt, um Aussagen im Layout zu betonen und hervorzuheben. bold bedeutet im Englischen aber auch mutig. bold ist nicht nur der Name des neuen Imprints von dtv sondern auch eine Haltung und unsere Antwort auf den Leserschwund, bei den LeserInnen ab 20 Jahren.

https://www.dtv.de

Verlag Antje Kunstmann

Verlag Antje Kunstmann

Gegründet: 1990 in München

Der Verlag Antje Kunstmann ging 1990 aus dem Frauenbuchverlag/Weismann Verlag hervor und wird von Antje Kunstmann als unabhängiger Publikumsverlag geführt. Im Jahre 2008 betrug der Umsatz ca. 4 bis 5 Millionen Euro, der durch Literatur aus den Bereichen Belletristik, Sachbuch sowie Hörbuch und Geschenkbuch erzielt wird.

http://www.kunstmann.de

Suhrkamp Verlag AG

Suhrkamp Verlag AG

Gegründet: 1950 von Peter Suhrkamp

Nachdem Siegfried Unseld 1952 in den Verlag eingetreten war, wurde er 1957 persönlich haftender Gesellschafter und nach dem Tod Peter Suhrkamps dessen Nachfolger. 1960 wurde der Insel-Verlag übernommen, 1981 der Deutsche Klassiker Verlag gegründet.
Nach dem Tod Siegfried Unselds am 26. Oktober 2002 kam es zu heftigen Differenzen innerhalb der Verlagsleitung, in deren Folge zahlreiche LektorInnen und AutorInnen den Verlag verließen. Infolge der zunehmenden Streitigkeiten wurde die finanzielle Lage des Hauses immer schlechter, sodass am 27. Mai 2013 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt wurde. Im Rahmen des Insolvenzplans erfolgte nach diversen Gerichtsverfahren am 21. Juni 2015 die Umwandlung des Suhrkamp Verlags in eine AG.

Neben deutschsprachiger und internationaler Literatur konzentriert sich der Verlag auf geisteswissenschaftliche Werke des 20. Jahrhunderts.

Reihen im Suhrkamp Verlag (kein Anspruch auf Vollständigkeit)

  • Suhrkamp Taschenbuch
    Gegründet 1971. Neben den Taschenbuchausgaben der gebundenen Bücher des Suhrkamp Verlages wurden im Laufe der Jahre immer mehr Lizenz- und Originalausgaben veröffentlicht, teilweise in Subreihen wie beispielsweise:
  • Suhrkamp Nova
    Gegründet 2008. Es werden nur Originale veröffentlicht.

https://www.suhrkamp.de

C.H. Beck Verlag

C.H. Beck Verlag

Gegründet: 9. September 1763 in Nördlingen von Carl Gottlob Beck.

Beck gab u. a. Nördlingens erste Zeitung heraus und verlegte Kompendien zu Medizin und Naturkunde, Ökonomie und Pädagogik sowie für den Religionsunterricht. Den heutigen Namen trägt der Verlag nach Carl Gottlobs Sohn Carl Heinrich Beck. Unter Oscar Beck siedelte der Verlag 1889 nach München-Schwabing um, wo sich der Hauptsitz bis heute befindet.

Die beiden Bereiche Recht, Steuern, Wirtschaft sowie Literatur, Sachbuch, Wissenschaft werden trotz der gemeinsamen Marke C.H. Beck jeweils eigenständig geführt und treten auf Messen auch getrennt voneinander auf.

Heute zählt C.H. Beck zu den großen deutschen Buch- und Zeitschriftenverlagen und wird von Nachkommen der sechsten und siebten Generation des Gründers geleitet.

https://www.chbeck.de

Arche Literatur Verlag AG

Arche Literatur Verlag AG

Gegründet: 1944 in Zürich von Peter Schifferli.

Schifferli führte bis zu seinem Tod 1980 den Verlag, der danach von seinen Söhnen übernommen wurde. 1982 kauften die Züricher Buchhändlerinnen Raabe und Vitali den Arche Verlag, den sie bis 2008 leiteten. Darauf folgte die Hamburger Verlagsgruppe Oetinger als Eigentümerin, bis 2016 der Verlag in die W1-Media eingegliedert wurde.

Das Programm umfasst internationale und deutschsprachige Belletristik wie auch erzählende Sachbücher und Neuauflagen wiederentdeckter Klassiker.

https://www.w1-media.de/produkte?verlag=arche

Tropen Verlag

Tropen Verlag

Gegründet wurde der Tropen Verlag 1996 von Michael Zöllner als einer der ersten deutschen Independent Verlage.
Seit 2008 wird Tropen als Imprint von Klett-Cotta geführt, Sitz des Unternehmens ist in Berlin-Kreuzberg.
Schwerpunkt sind Kriminalromane und Thriller, aber auch Romane sowie Sachbücher mit aktuellen Gegenwartsthemen außerhalb des Mainstreams.

http://blog.tropen.de

Hanser Verlag

Hanser Verlag

Gegründet: 1928 von Carl Hanser in München.

Der Verlag war von Beginn an in den Bereichen Belletristik und Fachliteratur tätig, wobei Letzteres auch heute noch ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens ist.
Der Gründer Carl Hanser zog sich 1976 aus der Verlagsleitung zurück, seit 1976 gehört Wolfgang Beisler der Geschäftsführung an, einer der Enkel des Gründers.

Der Hanser Verlag ist eines der wenigen mittelständischen Verlagsunternehmen im deutschsprachigen Raum, die sich noch im Besitz der Gründerfamilie befinden.

2019 startete der neue Verlagsteil hanserblau, der laut Ulrike von Stenglin, der Verantwortlichen, „… eingängig erzählte, handlungsgetriebene zeitgenössische Romane und aktuelle meinungsstarke Sachbücher …“ herausbringen soll.

https://www.hanser.de
https://www.hanser-literaturverlage.de/verlage/hanserblau

rororo

rororo

Seit 1950 machte der preiswerte Rotationsdruck für Taschenbücher den Rowohlt Verlag bekannt. Die Anregung hatte Heinrich Maria Ledig-Rowohlt auf seiner USA-Reise erhalten. Die anfänglichen Publikationen erschienen in Hamburg von 1946 bis 1949 zunächst in einem großformatigen Zeitungsdruck, deren erste Exemplare Ernst Rowohlt mit dem Satz kommentierte: „So was kommt mir nicht ins Haus.“

Die neuen Druckerzeugnisse trugen die Bezeichnung Rowohlt Rotations Romane und die Abkürzung RO-RO-RO. Die ersten vier Titel, die ab dem 15. Dezember 1946 in diesem Format zum Preis von je 50 Reichspfennig erschienen, waren:

  • Ernest Hemingway: In einem anderen Land.
  • Kurt Tucholsky: Schloß Gripsholm.
  • Joseph Conrad: Taifun.
  • Alain-Fournier: Der große Kamerad.

Insgesamt erschienen 25 Zeitungsromane in einer Auflage von jeweils 100.000 Exemplaren.

Aus dem Zeitungsformat entwickelte der Verlag die neuen Taschenbücher im kleinen Oktavformat. Die Bände sind unter dem Namen rororo bekannt geworden – eine Bezeichnung, die zeitweise zum Synonym für sämtliche Taschenbücher wurde. Zu den ersten Titeln im Jahr 1950 gehörten:

  • Band 1: Hans Fallada: Kleiner Mann – was nun?
  • Band 2: Graham Greene: Am Abgrund des Lebens.
  • Band 3: Rudyard Kipling: Das Dschungelbuch.
  • Band 4: Kurt Tucholsky: Schloß Gripsholm.

Jene 451 Bände, die bis 1961 gebunden wurden, besitzen als markantes Erkennungszeichen einen schmalen farbigen Leinenrücken. Der Verlag nannte diese Qualität Halbleinenflexibel; der Preis eines Taschenbuches lag um 1950 bei DM 1,50.

https://www.rowohlt.de/verlage/rororo

Dieser Text basiert auf dem Artikel Rowohlt Verlag aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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Eichborn Verlag – der Verlag mit der Fliege

Eichborn Verlag – der Verlag mit der Fliege

Gegründet: 1980 in Frankfurt von Vito von Eichborn und Matthias Kierzek

Bekannt wurde der Verlag mit Büchern der Cartoonisten Erich Rauschenbach und Walter Moers. 1989 übernahm der Eichborn Verlag die Reihe ‚Die Andere Bibliothek‘ des Greno Verlages, die von Hans Magnus Enzensberger herausgegeben wurde.

Im Juni 2011 stellte der Verlag einen Insolvenzantrag. Zum 1. November 2011 übernahm der Bastei Lübbe Verlag den Verlagsnamen, das Verlagslogo, die Websites, das Warenlager, die Rechte des Verlages Eichborn sowie einige Mitarbeiter und Autorenverträge.

https://www.luebbe.de/eichborn

Goldmann Verlag

Goldmann Verlag

Gegründet: 1922 in Leipzig von Wilhelm Goldmann

Zu Beginn wurden Kunstbände und Abenteuerromane sowie Kriminalromane von Edgar Wallace verlegt, während der NS-Zeit verstärkt auch populärwissenschaftliche Sachbücher zu welt- und wirtschaftspolitischen Themen. Ab den 50er Jahren erschien die ‚Rote Reihe‘, die ersten Goldmann Taschen-Krimis sowie die gelben Goldmann Taschenbücher mit Klassikern der Weltliteratur und zeitgenössischer Belletristik. Später kamen noch Science-Fiction und Sachbücher und Ratgeber hinzu.

Seit 1977 gehört der Goldmann Verlag zur Bertelsmann und bietet ein breites Spektrum an Belletristik wie auch an Sachliteratur an.

https://www.randomhouse.de/Verlag/Goldmann/4000.rhd