Kategorie: Verlage

Hoffmann und Campe

Hoffmann und Campe

Gegründet: 1781 von Benjamin Gottlob Hoffmann in Hamburg.

1810 fusionierte der Verlag Benjamin Gottlob Hoffmanns mit dem seines Schwiegersohnes August Campe. Dessen Halbbruder, Julius Campe, baute ihn zu einem der großen Literaturverlage in Deutschland auf, geprägt durch Autoren wie unter anderem Heinrich Heine, Friedrich Hebbel, Ludwig Börne.

Heute liegen die Schwerpunkte bei politischen Sachbüchern, Biographien von Prominenten sowie belletristischen Werken bekannter deutschsprachiger AutorInnen.

2013 gründete Hoffmann und Campe den Atlantik Verlag, dessen erstes Programm im Frühjahr 2014 erschien.…

Nagel & Kimche

Nagel & Kimche Verlag

Gegründet 1983 von Renate Nagel und Judith Kimche in Zürich, Schweiz.

Zu Beginn bestand das Verlagsprogramm zu gleichen Teilen aus zeitgenössischer Schweizer Belletristik und internationaler Kinder- und Jugendliteratur. 1999 wurde Nagel & Kimche an den Carl Hanser Verlag verkauft und wenige Jahre später begann der Wechsel der Kinder- und Jugendliteratur hin zum Sachbuch.

Heutiger Programmschwerpunkt ist die zeitgenössische Schweizer Literatur.

NAGEL & KIMCHE

Aufbau Verlag

Aufbau Verlag

Gegründet: 16. August 1945 in Berlin von Kurt Wilhelm, Heinz Willmann, Klaus Gysi und Otto Schiele als Treuhänder im Auftrag des kurz vorher gegründeten Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands.

Programmschwerpunkt waren Exilliteratur und antifaschistische Literatur wie auch philosophische und literaturwissenschaftliche Veröffentlichungen. Der Aufbau Verlag war der größte belletristische Verlag der DDR, dessen Programmausrichtung bis 1990 von den politischen Forderungen der SED abhing.

Im September 1991 übernahm der Immobilien-Unternehmer Lunkewitz von der Treuhand die Geschäftsanteile des Aufbau Verlages und der Ruetten und Loenig GmbH.…

Diana Verlag

Diana Verlag

Gegründet 1947 von Dr. Simon Menzel und seiner Frau Sophie in Zürich, Schweiz.

Das Ehepaar Menzel veröffentlichte seit 1935 im Humanitas Verlag Autoren, die in Deutschland nicht mehr veröffentlicht werden konnten (beispielsweise Robert Musil und Friedrich Torberg). Als Humanitas in andere Hände überging, entschloss sich das Ehepaar zu einer Neugründung. Nach dem Tod Simon Menzels 1981 ruhte die Verlagstätigkeit, bis die Erben den Verlag an Hestia in Bayreuth verkauften.

Die Verlagsunion Pabel Moewig, zu der Diana mittlerweile gehörte, verkaufte 1996 den Verlag an Rolf Heyne.…

Atrium Verlag

Atrium Verlag

Gegründet 1935 in Basel von Kurt Leo Maschler.

Nachdem unter den Nationalsozialisten Erich Kästner in Deutschland nicht mehr erscheinen durfte, beschloss Kurt Leo Maschler einen Verlag in Basel zu gründen, den er später nach Zürich verlegte.

Da ich Kästner nicht dazu bewegen konnte zu emigrieren, emigrierte ich seine Bücher. Ich fuhr in die Schweiz und gründete den Atrium Verlag.

75 Jahre „Erich Kästner Verlag“ Atrium | BuchMarkt

1976 verkaufte der Gründer den Verlag Atrium, der nach einem Berliner Kino benannt wurde, an die Verlagsgruppe Friedrich Oetinger.…

FischerSCHERZ Verlag

FischerSCHERZ Verlag

Gegründet am 1. Oktober 1939 in Bern, Schweiz von Alfred Scherz als Alfred Scherz Verlag.

Nach dem plötzlichen Tod von Alfred Scherz im Jahr 1956 führten seine beiden Schwiegersöhne das Familienunternehmen fort. 1996 wurde der Verlag an die Holtzbrinck-Gruppe verkauft und von dieser 2003 vom S. Fischer Verlag übernommen. Unter dem Namen SCHERZ werden weiterhin Bücher herausgegeben, bevorzugt Spannungs- und Erinnerungsliteratur.

https://www.fischerverlage.de/verlag/fischer-scherz

Claassen-Verlag

Claassen-Verlag

Gegründet: Am 20. Dezember 1934 in Hamburg als H. Goverts Verlag GmbH von Eugen Claassen und Henry Goverts

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verlag unter dem Namen Claassen & Goverts neu gegründet. 1947 trennten sich Henry Goverts und Eugen Claassen, der nun unter dem Namen Claassen Verlag die Firma bis zu seinem Tod im Jahr 1955 weiterführte. Seine Ehefrau Hildegard Claassen übernahm die Geschäftsführung und verkaufte das Unternehmen 1967 an den Econ Verlag. Seit 2004 gehört er zur Ullstein-Verlagsgruppe.

Egmont Ehapa Media GmbH

Egmont Ehapa Media GmbH

Gegründet: 1951 als deutscher Ableger Ehapa des Unternehmens von Egmont Harald Petersen in Kopenhagen.

Dem Unternehmer Petersen gelang es 1948, sich die Rechte an den Disney-Comics für viele europäische Länder zu sichern. Unter Adolf Kabatek, der von 1972 bis 1988 Geschäftsführer war, wurde Egmont Ehapa einer der führenden Comic-Verlage Deutschlands.

Die bekanntesten Comic-Serien des Verlages sind Mickey Maus, Disneys Lustiges Taschenbuch, Asterix und Lucky Luke. Ein Großteil der Umsätze kommt jedoch aus Kinder- und Jugendzeitschriften wie beispielsweise Winnie Puuh, Wendy, SpongeBob, Galileo genial oder Yps.…

Bastei-Lübbe

Bastei-Lübbe

Gegründet: 1953 in Köln

Der gelernte Zeitungsredakteur Gustav Lübbe begann 1949 zusammen mit seiner Ehefrau Ursula Lübbe mit dem Vertrieb von Romanheften an Pressegrossisten und Bahnhofsbuchhändler. Lübbe rettete 1953 den von Ilse Tormin 1949 gegründeten Kölner Bastei-Verlag, in den er bereits 1950 investiert hatte, vor dem Konkurs und übernahm ihn als Verleger.

Die Anfänge des nun in Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe umbenannten Unternehmens sind eng verknüpft mit Romanheftserien, sogenannten Groschenromanen, die in den Nachkriegsjahren enorme Auflagen erreichten und zum großen Teil noch heute existieren.…

Knaur Verlag

Knaur

Gegründet: 1846 oder früher als Dampfbuchbinderei Theodor Knaur in Leipzig.

Aus der Dampfbuchbinderei Theodor Knaur entwickelte sich die Verlagsbuchhandlung Theodor Knaur, die 1884 ein erstes Programm veröffentlichte. Nachdem sie von einem Berliner Buchhändler gekauft wurde, erhielt sie 1901 den Namen Theodor Knaur Nachf. Verlag. Zu Beginn wurden literarische Klassiker herausgegeben, danach folgten preiswerte Sach- und Kinderbücher.

1934 wurde der Verlag von Adalbert Droemer übernommen, der seit 1902 dort als Verlagsvertreter tätig war. Nach seinem Tod 1939 war sein Sohn Willy Droemer verantwortlich, der nach der Zerstörung 1943 den Verlag neu gründete als Droemersche Verlagsanstalt und in München ansiedelte.…

Ullstein Verlag

Ullstein Verlag

Gegründet: 1903 in Berlin von den Gebrüdern Ullstein.

Unter der Leitung von Emil Herz wurde Ullstein schnell zu einem der führenden Verlagshäuser Deutschlands. 1934 wurde das Unternehmen ‚arisiert‘ und die Familie Ullstein musste sich von ihrem Verlag trennen. Nur einer der fünf Brüder, Rudolf Ullstein, überlebte und kehrte nach Berlin zurück, wo er 1952 nach langwierigen Verhandlungen den Verlag zurückerhielt.

Nach einer schweren Finanzkrise in den Fünfzigerjahren erwarb Axel Springer nach und nach die Aktienmehrheit an der Ullstein AG und damit auch am Buchverlag, der mit deutscher und amerikanischer Literatur reüssierte.…

BELTZ & Gelberg

BELTZ & Gelberg

Gegründet 1971 von Hans-Joachim Gelberg.

BELTZ & Gelberg ist die Kinder- und Jugendbuchsparte des BELTZ-Verlages in Weinheim. Von Beginn an war es das Ziel, anspruchsvolle Literatur für Kinder und Jugendliche herauszubringen. Zudem legte man Wert auf einen niedrigen Preis und eine robuste Verarbeitung, sodass Kinder die Bücher ohne Reue schmutzig machen konnten.

Bis heute ist die orangene Farbe, die früher das Hauptmerkmal war, das Erkennungszeichen des Verlages.

https://www.beltz.de/kinder_jugendbuch.html

Rowohlt Verlag

Rowohlt Verlag

Gegründet: 1908 in Leipzig von Ernst Rowohlt

Rowohlts stiller Teilhaber war Kurt Wolff, der nach Auseinandersetzungen 1912 den Verlag übernahm. Am 1. Februar 1919, nach dem ersten Weltkrieg, startete Ernst Rowohlt einen neuen Versuch und gründete in Berlin erneut den Rowohlt Verlag. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurde das Unternehmen 1931 zu zwei Dritteln von Ullstein übernommen. 1938 erhielt Rowohlt ein Berufsverbot, da er jüdische Schriftsteller tarnen würde. Er flüchtete mit seiner Familie ein Jahr später nach Brasilien. 1943 erfolgte die endgültige Schließung des Verlages.…

Kiepenheuer & Witsch

Kiepenheuer & Witsch

Gegründet: 27. November 1948 in Köln als GmbH Co. KG von Gustav Kiepenheuer (40 %), Joseph C. Witsch (30%), Fritz Breuer, Adalbert Borgers und F. Peter Alexander (jeweils 10%).

Nach dem Tod von Joseph C. Witsch 1967 (Gustav Kiepenheuer starb bereits 1949) übernahm Reinhold Neven DuMont die Verlagsleitung. 1982 brachte der Verlag eine eigene Taschenbuchreihe auf den Markt, KiWi-Paperback, die bis heute existiert. Seit 2002 gehört Kiepenheuer & Witsch zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Schwerpunkt des Verlages sind kritische und populäre Sachbücher sowie literarische Werke von renommierten und jungen Schriftstellern.…

Piper Verlag

Piper Verlag

Gegründet: 19. Mai 1904 in München von Reinhard Piper.

Rund 30 Jahre lag der Schwerpunkt des Verlages bei der künstlerischen Avantgarde Deutschlands. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde überwiegend ‚Unterhaltungsliteratur‘ veröffentlicht, da die meisten der für den Verlag wichtigen Autoren zu den ‚entarteten‘ Künstlern zählten.

Nach dem Tod Reinhard Pipers übernahm sein Sohn Karl die Leitung, der die Linie des Verlages weiter verfolgte, anspruchsvolle Literatur zu veröffentlichen. 1995 übernahm die Bonnier-Gruppe Piper.

Aktuelle Reihen sind unter anderem die Gebrauchsanweisungen, Denkanstöße und die Piper Bücherei.

Insel Verlag

Insel Verlag

Gegründet: 1. Oktober 1901 in Leipzig als GmbH unter der Leitung von Rudolf von Poellnitz.

Unter der Führung Anton Kippenbergs, der nach dem Tod von von Poellnitz 1905 die Verlagsleitung übernahm, entwickelte sich der Insel Verlag zu einem der führenden Literaturhäuser Deutschlands. 1912 wurde die Reihe Insel-Bücherei gegründet, die heute noch erscheint.

Im 2. Weltkrieg wurde das Verlagsgebäude in Leipzig vollständig zerstört. Kippenberger gründete nach Kriegsende eine Niederlassung in Wiesbaden, da sich die deutsche Teilung bereits abzeichnete. In der DDR wurden Gesellschaftsanteile teils verstaatlicht, teils unter treuhänderische Verwaltung gestellt.

List Verlag

List Verlag

Gegründet: 1. April 1894 in Berlin von Paul List.

Bereits zwei Jahre nach der Gründung zog der Verlag nach Leipzig um. Paul List verlegte ursprünglich populäre theologische Literatur, Unterhaltungsromane und Sachbücher und gründete 1907 einen pädagogischen Verlag, der schnell zu den namhaften Schulbuchverlagen gehörte. 1919 trat der Sohn Paul Walter in den Verlag ein, der sich verstärkt um anspruchsvolle Literatur kümmerte. Nach Kriegsende gründete Paul Walter List den List Verlag erneut, dieses Mal in München. Verlegt wurden Schulbücher, Belletristik, Biographien, Tagebücher und Bildbände.…

Diogenes

Diogenes Verlag

Gegründet: 1952 in Zürich, Schweiz, von Daniel Keel.

Nachdem der Verlag in den ersten Jahren ständig wuchs, konnte er 1966 nur durch Umwandlung in eine AG vor der Insolvenz bewahrt werden. Die Verlagsleitung liegt beim Sohn des Gründers, Philipp Keel.

Das Markenzeichen des Verlages ist das seit 1985 verwendete einheitliche Umschlag-Layout: ein dünner schwarzer Rahmen auf weißem Grund, der das Titelbild, den Buchtitel und Autor sowie den Verlagsnamen umfasst.

Schwerpunkt ist Belletristik, wobei nicht nur aktuelle, sondern auch Klassiker der Weltliteratur herausgegeben werden sowie Kinderbücher und Cartoonbände.

S. Fischer Verlag

S. Fischer Verlag

Gegründet: 1. September 1886 in Berlin von Samuel Fischer

Dem Verleger lag es am Herzen, der breiten Leserschaft preisgünstige Ausgaben seiner Bücher anzubieten. So wurde 1901 die Taschenbuchreihe ‚Pantheon‚ ins Leben gerufen, die eine Sammlung klassischer Werke präsentierte. Nach dem Tod Samuel Fischer 1934 wurde sein Schwiegersohn Gottfried Bermann-Fischer Verlagsleiter.

1936 wurde die Verlegerfamilie durch die Nationalsozialisten aus Deutschland heraus gedrängt und Peter Suhrkamp übernahm die Verlagsleitung. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte Bermann-Fischer zurück und es erfolgte eine Quasi-Zweiteilung des Verlages, infolge derer Peter Suhrkamp den Suhrkamp Verlag gründete.…

DuMont Buchverlag

DuMont Buchverlag

Gegründet: 1956 von Ernst Brücher

Der DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG ist ein Publikumsverlag mit Sitz in Köln und gehört zur Mediengruppe M. DuMont Schauberg.

Zu Beginn handelte es sich um einen reinen Kunstbuch- und Kalenderverlag, dessen Schwerpunkt sich in den 70er Jahren auf Reiseführer verlegte. Seit 1998 werden auch literarische Titel verlegt. 2001 wurde der Verlag anhand seiner verschiedenen Schwerpunkte aufgeteilt: DuMont Literatur- und Kunstverlag, DuMont Reiseverlag und DuMont monte (Kalender).

Der DuMont Buchverlag umfasst heute die Programmbereiche Literatur, Kunst und Sachbuch.

Klett-Cotta

Klett-Cotta

Gegründet: 1659 in Tübingen als Cotta’sche Verlagsbuchhandlung von Johann Georg Cotta.

Bis 1889 befand sich die Cotta’sche Verlagsbuchhandlung in Familienbesitz und daran anschließend bis 1956 im Besitz der Verlegerfamilie Kröner. Von diesem Zeitpunkt an bis zum Jahre 1977 war eine Gruppe von Stuttgarter Verlegern und Buchhändlern für den Verlag verantwortlich, bis der Ernst Klett Verlag die Cotta’sche Verlagsbuchhandlung erwarb und zur Ernst Klett-J.G. Cotta’sche Buchhandlung Nachf. GmbH, abgekürzt Klett-Cotta fusionierte.

Klett-Cotta übernahm den belletristisch-wissenschaftlichen Anteil des Ernst-Klett Verlages, der sich nunmehr ausschließlich als Schulbuchverlag verstand.

Luchterhand Literaturverlag

Luchterhand Literaturverlag

Gegründet: 1924 in Berlin von Hermann Karl Wilhelm Luchterhand

Ursprünglich war es ein Fachverlag für Steuern und Recht, doch nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt sich nach dem Umzug nach Neuwied Alfred Andersch maßgeblich am Aufbau eines literarischen Programms. Mit Beginn der 70er Jahre wurde die Taschenbuchreihe ‚Sammlung Luchterhand‘ herausgegeben, in der Werke zu den Themen Literatur, Medientheorie, Politik und Sozialwissenschaft erschienen. Für den Luchterhand Literaturverlag wurde 1972 eine Niederlassung in Darmstadt geschaffen, der Fachverlag blieb in Neuwied. Ende der 80er Jahre übernahmen Elisabeth Raabe und Regina Vitali vom Arche Verlag den literarischen Teil des Luchterhand Verlages.

dtv Verlagsgesellschaft

dtv Verlagsgesellschaft

Gegründet: 30. November 1960

Unter dem Namen Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG schlossen sich 1969 elf Verlage zusammen, um gemeinsam ihre eigenen Bücher als Taschenbücher zu verlegen. Gesellschafter waren die Verlage Artemis, Beck/Biederstein, Deutsche Verlags-Anstalt, Hanser, Hegner, Insel, Kiepenheuer & Witsch, Kösel, Nymphenburger, Piper und Walter. Im Laufe der Jahre gründeten viele der Verlage jedoch eigene Taschenbuchreihen, so dass sie als Gesellschafter ausschieden.

Heute hat dtv noch vier Gesellschafter: den Verlag C. H. Beck, München (21 % Gesellschafteranteil), die Ganske-Verlagsgruppe, Hamburg (40,5 %), den Carl Hanser Verlag, München (21 %) sowie die Oetinger Taschenbuch GmbH, Hamburg (16,3 %).

Suhrkamp Verlag AG

Suhrkamp Verlag AG

Gegründet: 1950 von Peter Suhrkamp

Nachdem Siegfried Unseld 1952 in den Verlag eingetreten war, wurde er 1957 persönlich haftender Gesellschafter und nach dem Tod Peter Suhrkamps dessen Nachfolger. 1960 wurde der Insel-Verlag übernommen, 1981 der Deutsche Klassiker Verlag gegründet.
Nach dem Tod Siegfried Unselds am 26. Oktober 2002 kam es zu heftigen Differenzen innerhalb der Verlagsleitung, in deren Folge zahlreiche LektorInnen und AutorInnen den Verlag verließen. Infolge der zunehmenden Streitigkeiten wurde die finanzielle Lage des Hauses immer schlechter, sodass am 27.

C.H. Beck Verlag

C.H. Beck Verlag

Gegründet: 9. September 1763 in Nördlingen von Carl Gottlob Beck.

Beck gab u. a. Nördlingens erste Zeitung heraus und verlegte Kompendien zu Medizin und Naturkunde, Ökonomie und Pädagogik sowie für den Religionsunterricht. Den heutigen Namen trägt der Verlag nach Carl Gottlobs Sohn Carl Heinrich Beck. Unter Oscar Beck siedelte der Verlag 1889 nach München-Schwabing um, wo sich der Hauptsitz bis heute befindet.

Die beiden Bereiche Recht, Steuern, Wirtschaft sowie Literatur, Sachbuch, Wissenschaft werden trotz der gemeinsamen Marke C.H.

Arche Literatur Verlag AG

Arche Literatur Verlag AG

Gegründet: 1944 in Zürich von Peter Schifferli.

Schifferli führte bis zu seinem Tod 1980 den Verlag, der danach von seinen Söhnen übernommen wurde. 1982 kauften die Züricher Buchhändlerinnen Raabe und Vitali den Arche Verlag, den sie bis 2008 leiteten. Darauf folgte die Hamburger Verlagsgruppe Oetinger als Eigentümerin, bis 2016 der Verlag in die W1-Media eingegliedert wurde.

Das Programm umfasst internationale und deutschsprachige Belletristik wie auch erzählende Sachbücher und Neuauflagen wiederentdeckter Klassiker.

https://www.w1-media.de/produkte?verlag=arche

Hanser Verlag

Hanser Verlag

Gegründet: 1928 von Carl Hanser in München.

Der Verlag war von Beginn an in den Bereichen Belletristik und Fachliteratur tätig, wobei Letzteres auch heute noch ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens ist.
Der Gründer Carl Hanser zog sich 1976 aus der Verlagsleitung zurück, seit 1976 gehört Wolfgang Beisler der Geschäftsführung an, einer der Enkel des Gründers.

Der Hanser Verlag ist eines der wenigen mittelständischen Verlagsunternehmen im deutschsprachigen Raum, die sich noch im Besitz der Gründerfamilie befinden.

2019 startete der neue Verlagsteil hanserblau, der laut Ulrike von Stenglin, der Verantwortlichen, „… eingängig erzählte, handlungsgetriebene zeitgenössische Romane und aktuelle meinungsstarke Sachbücher …“ herausbringen soll.

rororo

rororo

Seit 1950 machte der preiswerte Rotationsdruck für Taschenbücher den Rowohlt Verlag bekannt. Die Anregung hatte Heinrich Maria Ledig-Rowohlt auf seiner USA-Reise erhalten. Die anfänglichen Publikationen erschienen in Hamburg von 1946 bis 1949 zunächst in einem großformatigen Zeitungsdruck, deren erste Exemplare Ernst Rowohlt mit dem Satz kommentierte: „So was kommt mir nicht ins Haus.“

Die neuen Druckerzeugnisse trugen die Bezeichnung Rowohlt Rotations Romane und die Abkürzung RO-RO-RO. Die ersten vier Titel, die ab dem 15. Dezember 1946 in diesem Format zum Preis von je 50 Reichspfennig erschienen, waren:

  • Ernest Hemingway: In einem anderen Land.

Eichborn Verlag – der Verlag mit der Fliege

Eichborn Verlag – der Verlag mit der Fliege

Gegründet: 1980 in Frankfurt von Vito von Eichborn und Matthias Kierzek

Bekannt wurde der Verlag mit Büchern der Cartoonisten Erich Rauschenbach und Walter Moers. 1989 übernahm der Eichborn Verlag die Reihe ‚Die Andere Bibliothek‘ des Greno Verlages, die von Hans Magnus Enzensberger herausgegeben wurde.

Im Juni 2011 stellte der Verlag einen Insolvenzantrag. Zum 1. November 2011 übernahm der Bastei Lübbe Verlag den Verlagsnamen, das Verlagslogo, die Websites, das Warenlager, die Rechte des Verlages Eichborn sowie einige Mitarbeiter und Autorenverträge.

Goldmann Verlag

Goldmann Verlag

Gegründet: 1922 in Leipzig von Wilhelm Goldmann

Zu Beginn wurden Kunstbände und Abenteuerromane sowie Kriminalromane von Edgar Wallace verlegt, während der NS-Zeit verstärkt auch populärwissenschaftliche Sachbücher zu welt- und wirtschaftspolitischen Themen. Ab den 50er Jahren erschien die ‚Rote Reihe‘, die ersten Goldmann Taschen-Krimis sowie die gelben Goldmann Taschenbücher mit Klassikern der Weltliteratur und zeitgenössischer Belletristik. Später kamen noch Science-Fiction und Sachbücher und Ratgeber hinzu.

Seit 1977 gehört der Goldmann Verlag zur Bertelsmann und bietet ein breites Spektrum an Belletristik wie auch an Sachliteratur an.