Joschka Fischer

Joschka Fischer

Geboren am 12. April 1948 in Gerabronn
Eigentlich Joseph Martin Fischer

Nach einer abgebrochenen Fotographenlehre nahm er als Gasthörer an Vorlesungen der ‚Frankfurter Schule‘ um Adorno, Jürgen Habermas und Negt teil. Von 1968 bis 1975 war er Mitglied im „Revolutionären Kampf“ (RK), einer linksrevolutionären Zelle, die physische Gewaltanwendung gegen die strukturelle Gewalt der bestehenden Verhältnisse befürwortete. 1980 zählte er zu den Gründungsmitgliedern der GRÜNEN und wurde 1983 erstmals in den Bundestag gewählt. Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag wechselte Fischer 1985 in die hessische Landespolitik, wo er in der ersten rot-grünen Landesregierung der Bundesrepublik zum Minister für Umwelt und Energie berufen wurde. 1994 legte er seine Landesämter nieder, um für DAS BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in den Bundestag als Fraktionssprecher zurückzukehren. In der Koalition von SPD und DAS BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wurde Fischer 1998 zum Außenminister berufen. Dieses Amt hatte er inne, bis die Regierungskoalition 2005 abgewählt wurde.

Joschka Fischer zog sich nach der Wahlniederlage aus der aktiven Parteipolitik zurück und ist seither als Berater oder Lobbyist für diverse Unternehmen tätig.

Veröffentlichungen (kein Anspruch auf Vollständigkeit)

  • Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X.
  • (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6
  • Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X
  • Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7.
  • Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9
  • Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4
  • Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X
  • Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6
  • Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4
  • Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2.
  • Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5
  • Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8
  • Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1
  • „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0
  • mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3
  • Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6.
  • Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21.Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0.
  • Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6

Das könnte dich auch interessieren …