Insel Verlag

Insel Verlag

Gegründet: 1. Oktober 1901 in Leipzig als GmbH unter der Leitung von Rudolf von Poellnitz.

Unter der Führung Anton Kippenbergs, der nach dem Tod von von Poellnitz 1905 die Verlagsleitung übernahm, entwickelte sich der Insel Verlag zu einem der führenden Literaturhäuser Deutschlands. 1912 wurde die Reihe Insel-Bücherei gegründet, die heute noch erscheint.

Im 2. Weltkrieg wurde das Verlagsgebäude in Leipzig vollständig zerstört. Kippenberger gründete nach Kriegsende eine Niederlassung in Wiesbaden, da sich die deutsche Teilung bereits abzeichnete. In der DDR wurden Gesellschaftsanteile teils verstaatlicht, teils unter treuhänderische Verwaltung gestellt. Erst 1960 wurde das westdeutsche Verlagshaus Hauptsitz des Unternehmens. 1977 schloss sich der ostdeutsche Teil mit den Leipziger Verlagen Gustav Kiepenheuer, der Dieterich’schen Verlagsbuchhandlung und dem Paul List Verlag zur Verlagsgruppe Kiepenheuer zusammen.

Nachdem der Hauptsitz in Westdeutschland lag, zog der Verlag im gleichen Jahr nach Frankfurt am Main. 1963 wurde er vom Suhrkamp Verlag übernommen, zu dem er noch heute gehört. Nach der Wiedervereinigung gab es eine Zusammenführung der beiden Verlagshäuser, wobei Leipzig als Niederlassung geführt wird. Seit 2010 hat der Verlag wie auch Suhrkamp seinen Hauptsitz in Berlin.

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